5 Tipps zur Einführung einer Redaktion auf Facebook

Auf Facebook ist es jedem Unternehmen möglich, mit nur ein paar Klicks eine eigene Unternehmensseite zu erstellen. Anschließend können schon bestehende Kunden oder Freunde uns Bekannte (falls ein neues Unternehmen) auf die Seite eingeladen „Gefällt Mir“ Bekundungen auszusprechen oder wie man so schön sagt: Fans zu gewinnen. Sind die ersten Abonennten da stehen einige Fragen ins Haus. Was möchte ich eigentlich veröffentlichen? Wie oft darf ich Inhalte posten ohne meine Leser auf Facebook zu nerven? Wer ist für die Veröffentlichung der Inhalte verantwortlich? Statt Inhalte willkürlich und ohne Plan zu veröffentlichen ist eine strukturierte herangehensweise ratsam. Anbei folgen 5 Tipps zur Einführung einer Redaktion auf Facebook.

Tipp 1: Team und Verantwortlichkeiten bestimmen

Am Anfang sollte klar definiert sein, wer für die Veröffentlichung von Inhalten auf Facebook verantwortlich ist und wer sich aus dem Unternehmen aktiv an Gesprächen auf Facebook beteiligen sollte. Das heißt nicht das nicht alle Mitarbeiter unter Einhaltung bestimmter Regeln (können in einem Social Media Leitfaden festgehalten werden) dazu eingeladen sind, sich auf der eigenen Unternehmensseite an Gesprächen zu beteiligen aber klare Verantwortlichkeiten stellen den regelmäßigen Fluss der Veröffentlichung und die Betreuung des der Facebook Redaktion sicher. Dabei sollten sich folgende Fragen gestellt werden:

 

Wer ist Hauptverantwortlich für die Facebook Redaktion (Bedenken: Know-how und Ressourchen vorhanden)?

Wer ist stellvertretend Verantwortlich (kennt Prozesse, kann bei Ausfall des Hauptverantwortlichen einspringen)?

Welche Personen könnten auf Grund ihres Expertenwissens im permanenten Redaktionsteam dauerhaften Mehrwert einbringen (aus Marketing/ PR oder anderen relevanten Fachabteilungen, vorhandensein von Ressoucen sicherstelen)?

Wie können andere Mitarbeiter dazu eingeladen werden, sich an Diskussionen zu beteiligen (Achtung: Wie oben erwähnt Regeln aufstellen wenn im Namen der Firma Inhalte im Social Media veröffentlicht werden)?

Tipp 2: Themen planen

Im nächsten Schritt schaut man welche Inhalte man überhaupt veröffentlichen möchte. Dabei sollte natürlich an die Marketing- und Unternehmensziele gedacht werden aber Vorsicht: Facebook ist kein Werbekanal und Fans haben eigene Erwartungen an Inhalte die Unternehmen veröffentlichen. Diese weichen nach einer aktuellen Umfrage zum Teil stark von denen ab, die Unternehmen selbst an die Inhalte haben. Von daher sollten man sich zwar an seinen eigenen Zielen orientieren aber sich hinsichtlich der Themenplanung immer auch die Frage stellen: Was ist eigentlich er Mehrwert für meinen Facebook Fan? Folgende Gedankenimpulse sollen helfen:

 

Was sind meine eigenen Unternehmens-, Marketing oder Kommunkationsziele?

Was kann ich meinem Fan für wirklich neue Informationen geben?

Welche Themen interessieren meine Fans und bringt sie dazu sich aktiv einzubringen?

Was bringt meine Fans zum Lachen/ Schmunseln/ Staunen?

 

Tipp 3: Formate definieren

Die Definitionen von verschiedenen Formaten für Facebook Inhalte bringt Abwechslung in die Redaktion und erleicht die Planung und Erstellung der Inhalte. Formate sollten unterschiedlicher Natur und auf Mehrwert für den Fan ausgelegt sein. Folgende Formatmix ist denkbar:

 

Unternehmensnews (Mitarbeiterstories und aktuelle Unternehmensentwicklungen)

Blogbeiträge (Verlinkung auf interessante Blogbeiträge aus dem eigenen Unternehmensblog)

Videos und Fotos (Selbsterstellte Videos oder coole Werbespots (am besten als Preview vor Veröffentlichung, Produktfotos, Fotos von Firmenevents)

Externe Quellen (Weiterführunde Infos zu externen Quellen die für die eigenen Fans interessant sein können)

Kreativ sein (Frage des Tages, Wissenswertes als eigene Rubrik)

Expertenstunde (Dies ist ein Format bei dem regelmäßig zu festen Experten aus dem eigenen Unternehmen oder extern eingeladen den Facebook Fans direkt auf Facebook Fragen beantworten)

 

Wichtiger Hinweis: Was sollte nicht Teil der Redaktion in den Statusupdates sein auf Grund der aktuellen Facebook Promotion Guidline: Aufruf zu Gewinnspielen und Verlosungen direkt in den Statusupdates und damit den redaktionellen Inhalten sind seitens Facebook nicht erlaubt. Also sowas wie „Veratet uns in den Kommentaren warum ihr Produkt XYZ haben wollt und die beste Antwort erhält diese morgen.“ geht nicht.

 

Tipp 4: Wöchentlichen Redaktionsplan erstellen

Am besten empfhielt sich die Erstellung einer Vorlage in World oder Excel die die als Grundlage für die wöchentliche Planung dient. Diese beinhaltet alle vorher definierten Formate und alle Wochentage von Montag bis Freitag. Bei der Anzahl an Inhalten (Statusupdates) die an einem Tag auf Facebook veröffentlicht werden können ohne die eigen Fans mit Informationen zu überreizen unterscheidet sich Facebook ganz klar von zum Beispiel Twitter. Sind auf Twitter in der Regel 15-20 Tweets kein Problem, liegt die optimale Anzahl auf Facebook bei 1-3 Statusupdates am Tag. Für den Anfang empfehle mit 1-2 Statusupdate am Tag zu starten. Dies ist meist ausreichend und hat auch den Vorteil, dass Inhalte die veröffentlicht werden auf Grund der begrenzten Anzahl die in einer Woche möglich sind von vornherein besser auf den Mehrwert für die eigene Fans selektiert werden können. Die Redaktion ist übrigens nicht auf Wochentage beschränkt. Durchaus kann auch am Wochenende etwas veröffentlicht werden. Dabei sollte man sich aber in die Lage der Fans versetzen und besser auch mal ein paar Wochenendthemen ansprechen. Auch bei der Tageszeit der Veröffentlich empfiehlt es sich, die erste Veröffentlichung zwichen 9-10 Uhr und die Zweite in etwa zwischen 13-14 Uhr zu veröffentlichen. Das stellt zum einen einen gewissen Abstand zwischen den Veröffentlichungen sicher und zum anderen hat die morgenliche Veröffentlichung den Vorteil, dass sie den ganzen Tag Zeit hat, sich in den Neuigkeiten anzuzeigen. Ist der Redaktionsplan für die kommende Woche erstellt, kann dieser noch mit dem Rest des Teams abgesprochen werden. So ist jeder im Bilde und weiß wann welche Meldung kommt.

 

Tipp 5: Inhalte veröffentlichen und Gespräche betreuen

In der aktuellen Redaktionswoche werden die die Inhalte dann wie im Redaktionsplan geplant zu den gegebenen Zeiten veröffentlicht. Die Veröffentlichung kann auch komplett mit Hilfe von Tools wie hootsuite automatisiert werden. Ich bin allerdings kein Freund davon, da es für alle Fans unter dem Statusupdate ersichtlich ist, dass zur Veröffentlichung ein Tool benutzt wurde. Das nimmt meiner Meinung nach ein Stück Persönlichkeit und erinnert mich an automatische Spracherkennung bei so manchen Kundenhotlines. Da man als Facebook Verantworlicher ohne hin mehrmals täglich auf die eigene Unternehmensseite vorbeischaut ist es auch kein Problem die 1-2 Statusupdates auf Facebook manuel zu veröffentlichen.

 

Wie gestaltet ihr eure Redaktion auf Facebook?